Die Wiederherstellungsziele in Ostafrika werden ohne ein deutlich größeres Angebot an hochwertigen Setzlingen einheimischer Baumarten kaum glaubwürdig erreichbar sein. Einheimische Arten sind entscheidend für die Erholung der Biodiversität, die Widerstandsfähigkeit der Ökosysteme und den langfristigen Erfolg von Renaturierungsmaßnahmen. Dennoch liegt ihre Verfügbarkeit weiterhin deutlich unter den politischen Zielsetzungen. Baumschulsysteme stellen einen wesentlichen Engpass dar, da eine schwache Saatgutversorgung, begrenztes technisches Fachwissen, unzureichende Qualitätskontrollen, fragmentierte Märkte und wenig entwickelte Geschäftsmodelle die Produktion behindern. Investitionen in hochwertigere Setzlinge können die Überlebensraten verbessern, die Kosten für Nachpflanzungen und Pflege senken und die langfristige Wirkung von Wiederherstellungsinvestitionen erhöhen. Regierungen, Geberorganisationen und der Privatsektor sollten Baumschulen für einheimische Baumarten daher als strategische Infrastruktur für die Wiederherstellung betrachten und sie durch bessere Beschaffungsverfahren, technische Unterstützung, stärkere Saatgutsysteme und langfristige Finanzierungen fördern, die auf die Produktionszyklen einheimischer Setzlinge abgestimmt sind.
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